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Katholischer Arbeiterverein Bellheim
Autor: Kurt Kupper

Mehrtagesfahrt vom 25.9. – 29.9.2006
Reiseziel: Wachau und Wien

Montags ging der KAV auf Tour,
ich stelle fest: Wieder Lebensfreude pur.
Kein Wunder bei diesem Steuermann,
mit Volker kommen wir pünktlich an.

Bei den eingebauten Pausen,
ließen die Männer einen sausen.
Die Frauen vielleicht auch,
nur „laut“ ist bei denen nicht so Brauch.

Alle konnten pinkeln, sich die Füß vertreten,
so wurde die Fahrt angenehm für jeden.
Auch die Raucher konnten rauchen immerzu,
nur im Bus war das tabu.

Hotel Steigenberger in Eichgraben war unser Quartier,
außen prunkten Sterne vier.
Beim Essen ging es manchmal drunter und drüber,
schnell vergessen, dass ging vorüber.
Die Matratzen waren aber gut, fest und breit,
darauf konnte man toben, wie nicht gescheit.

Im Schlaf hörte man den Bach leis` rauschen,
und dazu schnarchte Frauchen.
So ist es wenn der KAV auf Tour,
auch nachts noch Lebensfreude pur.

Am Dienstag dem 2. Urlaubstag,
wieder schönes Wetter, keine Frag.
Im Bus dann Morgengymnastik im Sitzen,
Trainer Alfred brachte uns gleich zum Schwitzen.

Arme hoch seitwärts, wieder runter,
da wurde sogar der Manfred munter.
Und auf der Straße die Passanten staunen,
„ein Bus aus dem Irrenhaus“ sie sich zuraunen.

Eine Stunde Fahrt nach Wien,
Weltkulturerbe immerhin.
Unser Gästeführer heißt Richard Strauß,
das ist der Sohn vom Johann Strauß.

Eine hochinteressante Stadtrundfahrt,
Millionenstadt der besonderen Art.
Besichtigung von Park und Schloss Schönbrunn,
Zeit hatten wir ja, eine ganze „Schtunn!

Kulturdenkmäler ohne Ende,
darüber könnte man schreiben ganze Bände.
Aber auch Mac Donald, Lesben und Schwulenhaus,
sowie Hotel Sacher wurde uns gezeigt von Richard Strauß.

In den Außenbezirken das moderne Wien,
sogar die UNO zog da hin.
Wolkenkratzer aus Glas, futuristisch,
auch das ist für so eine Weltstadt wichtig.

Schloss Belvedere eine halbe Stunde,
Schloss von außen, toller Blick auf Park und in die Runde.
Dann ging es weiter, kreuz und quer,
unglaubliche Bauten, mehr und mehr.

Zu Fuß zum „Hundertwasserhaus“ noch gleich,
der Automatik – Klo dort macht den Besitzer reich.
Wer die Automatik – Kasse dort nicht kennt,
wirft nochmals ein seine 50 Cent,
oder er pinkelt einfach in die Hos`,
mein Lieber „Mann-Fräulein“, da war was los.

Am Schwedenplatz steigen wir dann aus,
und strömen in die Fußgängerzone aus.
2 ½ Stunden hatten wir jetzt Zeit,
Prachtbauten wieder weit und breit.

Den Stephansdom dann besichtigt auch,
Millionen Japaner mit der Kamera vor dem Bauch.
Viele Asiaten auch in Kutschen,
und wir ein Super-Wiener-Eis jetzt lutschen.

Dann an`s Riesenrad in den Prater,
Alfred wie immer guter Berater.
Einige fuhren rauf, Ausblick aller Orten,
schwanger ist niemand davon geworden.

Dann ratzfatz nach Grinsing raus,
dort wartete auf uns der Abendschmaus.
Beim Heurigen kam sofort Bombenstimmung auf,
und der KAV - Chor sang ein Abschiedslied, wetten drauf.

Im Bus ging die Singerei dann weiter,
alle waren fröhlich und heiter.
So ist es wenn der KAV auf Tour,
auch im Bus noch Lebensfreude pur.

Am 3. Tag erfreute uns Trainer Alfred zum Glück,
wieder mit seiner Bus – Sitz – Gymnastik.
Doch Alfred hat die Haare sich gerauft,
weil Siegfried wir mal hat falsch geschnauft.

Jetzt gehts weiter ins Burgenland,
Eisenstadt durch Schloss Esterhazy ist bekannt.
Besichtigung und F4ßgängerzone rauf und runter,
durch Bewegung und frische Luft sind wir wieder munter.

Rosel und Manfred waren im Bus verschwunden,
Alfred drehte einige Suchtrupp-Runden.
Plötzlich waren „Ängie“ und ihr Männel wieder an Bord,
und jetzt war immer noch der Alfred fort.

Aufregung machte sich jetzt breit,
alle fragten wo der Alfred bleibt.
Per Handy wurde er dann geortet,
und im Bus wohlbehalten eingebordet.
Applaus beendete die Odyssee,
kein psychischer Schaden entstanden, wie ich das seh`.

Weinprobe dann in Rust im Keller,
die Mienen wurden immer heller.
Beim Mittagessen mit Zigeunermusik,
erreichten wir den Gipfel vom Ausflugsglück.

Durch die Weinberge ging es dann weiter,
auf Pferdekutschen froh und heiter.
Volkslieder wurden dabei gesungen,
sind von den Sitzen dabei in die Höh` gesprungen.

Hoppel, Hoppel, im Trab und auch Galopp,
am Neusiedlersee war dann Stopp.
Schifffahrt dann bei Sonnenschein,
ein Ausflug kann nicht schöner sein.

Schönes Wetter auch am 4. Tag,
„Alfredisches“ Wetter, keine Frag.
Dürnstein war unser 1. Ziel genau,
malerisches Städtchen direkt an der Donau.

Nach einem Rundgang ging es weiter,
nach Spitz, alle frohgelaunt und heiter.
Dort gingen wir auf die „Prinz – Eugen“,
die Donauschifffahrt war wunderschön

Das Benediktinerstift „Melk“ war eine Reise wert,
ungeahnte Einblicke wurden bei der Führung uns gewährt.
Alles vergoldet in der Kirche wohin man schaut,
vor Ehrfurcht bekam man eine Gänsehaut.
Das war spitzenmäßig ja sensationell,
die Zeit verging mal wieder viel zu schnell.

Etwas hochprozentiges musste zum Schluss noch sein,
Besichtigung der weltberühmten Destillerie „Bailloni“ in Stein. 
Der Firmenchef machte die Führung höchstpersönlich,
hochinteressant nicht gewöhnlich.

Kostproben gab es natürlich auch,
das erwärmte das Herz und auch den Bauch.
Ein schöner Abschluss an diesem Ort,
alle gingen mit gepackten Tüten fort.

Freitags fuhren wir wieder nach Hause,
alle 2 Stunden eine Pause.
Dank Volker kam wir alle gesund an zu Haus,
der Fahrer bekam im Bus Applaus.

Aber auch Alfred wurde mit einem Vers bedacht,
denn er hat seine Sache als Reiseleiter gut gemacht.
Mit diesem kleinen Alfred – Dank Gedicht,
endet dieser Österreich – Reisebericht.

Alfred sei Dank

Hochgelobt und gebenedeit,
sei uns lieber Alfred heit.
Für uns mal wieder kaum zu fasse,
Du bist ein Reiseleiter der Spitzenklasse.

Immer warst Du für uns zu Stelle,
Du bist der Mann für alle Fälle.
Du bist für uns der KAV,
Dich lieben alle, Mann und Frau.

Es danken Dir alle hier im Bus,
mit Dir zu Reisen bleibt für uns ein MUSS.
Du machtest uns 5 Tage froh,
Dank und Applaus für unseren Reise – Alfredissimo.


Eintrittskaard

Vor dem Kloster Melk gibt’s Eintrittskarten,
keiner soll Schlage stehen, keiner soll warten.
Trotzdem gibt es plötzlich einen Stau,
der Peter diskutiert mit Trudel, seiner Frau.

Hoscht du die Kaart, wer hott die Kaart?
Die Dischpediererei jetzt leicht entart.
Dunnerkeitel wer hott das Billett,
riwer un niwer, s`esch nimmie nett.
Känner hott das verflixte Ding,
Peter saacht: Ich glääb ich schpinn.

Er sucht und sucht in alle Säck,
doch die Sucherei sie hott känn Zweck.
Unser Reiseführer Richard Strauß,
helft Peter mit seiner Kaard schnell aus.

Dem Peter losst die Sach kää Ruh,
er suucht und suucht noch immer zu.
Plötzlich wird er fündig in seim schicke Jäckel,
im klänschte uffgenähte 11. Säckel.


Gockelei

Morgens um 6 werde ich im Hotel geweckt,
das war doch ein Hahnenschrei, habe ich gecheckt.
Ich richte mich auf, schärfe meine Sinne,
jetzt höre ich wieder des Hahnes Stimme.

Da war es wieder, das schrille Kikeriki,
hier im Hotel? Das gibt es nie!
Erst ein dumpfes Kikeriki, dann der erlösende Schrei,
hier auf dem Hotelflur? Das kann nicht sei`.

Ich springe in Panik aus meinem Bett,
das war eindeutig ein Gockel! Jede Wett!
Ich frage mich, schlaf ich denn hier im Hühnerhaus,
im Hechtsprung spring ich auf den Flur hinaus.

Ich checke sofort, das ist kein Hahn,
das Kikeriki kommt aus dem Zimmer nebenan.
Und jetzt noch ein Kikeriki zwei Zimmer weiter,
das Krähen ist nur etwas dumpfer, leider.

Doch jetzt haben sich die Hähne eingestimmt,
sie krähen durcheinander, wild und bestimmt.
Ich fürchte echt um meinen Verstand,
bin ich vielleicht im Irrenhaus geland`t?

Zum Glück komme ich der Kräherei jetzt auf die Spur,
die Hähne hüpfen auf den Flur.
Bei mir fällt vor Staunen die Klappe runter,
wer hüpft hier rum und kräht so munter?
Das gibt’s doch nicht, das begreift nicht jeder,
die Hähne heißen Siegfried und Peter.

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