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Bericht über eine Busreise  *
"Rimbach im Bayrischen Wald "
Autor: Kurt Kupper (1993)

Vier Tage ging es in den Bayrischen Wald
In den "Bayrischen Hof" in "Rimbach" halt
Dieses kleine Nest, - känner kennt's
Liegt in der Näh zu de tschechisch Grenz

Abfahrt um Sieben, s'war noch nitt hell
Mittags um eins, waren wir an Ort und Stell
Bei schönstem Wetter und Sonnenschein
Trafen wir im Hotel zum Essen ein

Am Hotel-Eingang sieht man gleich vier Sterne
Das riecht nach Klasse, da bleibt man gerne
Der erste Eindruck ist phänomenal
Das Hotel scheint wirklich erste Wahl

Nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet
Wird der Ort jetzt mal gesichtet
Doch der liegt gestreckt über den Berg verteilt
Das ist ein Tagesmarsch, wenn's nicht eilt

In diesem Dorf kann man ganz schön wandern
Will man von einem End zum andern
Und erst das Umland, - das ist ein Wandergebiet
Wie man es fast im Bayrischen Wald nur sieht

Das Abendessen ist üppig, da wird man satt
Selbst wenn man großen Hunger hat
Und anschließend geht man dann  auf's Ganze
Kann gleich auf bayrisch ne Nacht lang danze

Das mache mer ach dann wie die Junge
Duht morsche ach de Schädel brumme
Vun dänne Liter Bayrisch Bier
Guten Wein kennt mer kaum dahier

Am zweiten Tag dann in der früh
Ein Frühstücksbüffet, Auswahl wie nie
Man war noch satt, - vom Abend halt
Drückt's trotzdem runter, s'war ja bezahlt

Danach ging es mit dem Bus ruck-zuck
Zur Glashütte "Weinfurther" in  Arnbruck
Tolle Sachen in riesiger Zahl
Hier bräucht man Stunden zur Kauf-Auswahl

Doch weiter geht's nach Bodenmais
Nochmals Glasbläser, nochmals heiß
"Joska-Glashütte" , - über dem Eingang ach wie toll
Auf der Prominenten-Besucher-Tafel auch Helmut Kohl

Sogar der Wirtschaftsminister Theo Waigel
Der Ministerpräsident von Bayern, - de Max Streibel
Auf die Tafel kommt jetzt noch, und das ist super
Auch die Prominenz aus Rilze, de Kurt Kupper

In der Werkstatt konnte man dann noch sehn
Wie man aus Glas bläst Dinge wunderschön
In der Auswahl könnt man glatt ersaufen
Vor lauter gucke, kommt man nitt zum kaufen

In dieses Städtchen Bodenmais
Lohnt sich wirklich eine Urlaubsreis
Hier gibt wirklich  sehr viel zu sehen
Und drumherum kann man sehr weit gehen

Es geht weiter aufwärts, -  es schneit ä bissel
Auf der Weiterfahrt nach dem Ort Zwiesel
In schöner Landschaft, schön gelegen
Passieren wir die Kreisstadt mit dem Namen "Regen"

In Zwiesel dann, des esch mir nei
Gibt's es eine "Bären-Wurzerei"
Ein einem Filmvortrag lernen wir nun kennen
Ein Gesöff das die Bayern "Bärwurz" nennen

Wie man schnell wird sogar wie ein Wiesel
Trinkt man diesen "Bärwurz" nur aus Zwiesel
Auch soll man balzen wie ein Truthahn
Hat man den Bärwurz in der Blutbahn

Zum einreiben sei die Medizin auch gut
Egal, wohin man sie reiben tut
Ich soff das Zeug, dass man es roch
Am "balzen" üb ich heute noch

Anschließend werden wir dann geführt
In das Lokal vom " Singenden Wirt"
Ein Sänger den ein jeder kennt
Durch Funk und Fernsehen prominent

Volkslieder die man schon oft gehört
Gab's zu Schnitzel praktisch als Wunschkonzert
Acht Lieder sang er für uns all zusamm
Zum Schluss noch ne Karte mit Autogramm

Heimwärts durch Bayrisch Eisenstein
Den Grenzübergang ließen wir dann sein
Sechs Grad waren es jetzt auf der Höh
Der schmolz er weg, der erste Schnee

In Rimbach dann wieder angekommen
Wird ein Kaffee noch schnell eingenommen
Anschließend, ach wie war das schön
Konnten wir schwimmen und saunieren gehn

Diese Anlagen in dem Hotel
Findet man weit und breit nicht schnell
Ein Schwimmbad oben unterm Dach
Das esch wirklich ä ganz dolli Sach

Felsenbad, Wirl-Pool, Solarium
Kostenlose Nutzung, das gibt Schwung
Dampf-Sauna finnisch und auch trocken
Da bleibt man nicht in der Stube hocken

Das Essen dann, das war niemals Qual
Menüs a la Kart, stets volle Wahl
Salate, Eis und Obst als Nachtisch vom Büffet
Herz was begehrscht, bloß de Bauch duht weh

Vollgefressen trafen wir uns wieder all
Diesmal war im Hotel "Feuerwehrball"
Als Gäste waren wir voll integriert
Machten alles mit ganz ungeniert

Am dritten Tag, dann Sonntag war
Mit dem Bus ging's nach St. Engelmar
Das ist ein tolles Ski-Gebiet
Was man an den Lift's  und Hotels dort sieht

"Predigtstuhl" sei auch nicht vergessen
Wer sich auskennt, ist auf den Ort versessen
Zum Wandern gab's dort etwas Zeit
Über "Viechtach" war es dann nicht mehr weit

Denn "Kötzting" war jetzt angesagt
Dort war Sonntags Weihnachtsmarkt
Mittagessen, Stadtbummel dann ging's zurück
Nach Rimbach war es nur ein kleines Stück

Im Felsenbad machten wir uns frisch
Für die Schlacht am üppigen Abendtisch
Die  heutige Attraktion in unserm Bau
Von der Rimbacher Modenstub'n ne Modenschau

Unseren Damen wurde nun bekannt
Was Bayern Mädels tragen als Gewand
Doch wir Männer haben nicht erfahren
Welch feine Dessous unten drunter waren

Dieser Kummer, das war ganz klar
Wurde runter gespült dann in der Bar
Hier traf man sich eh zur Mitternacht
Nur der Weg zum Zimmer stets Probleme macht

Vor lauter Gängen, Türen und Kopfes-Wirren
Tut man sich nach der Sauferei meist verirren
Doch dem Bar-Keeper ist das nicht nei
Esch als Zimmer-Führer sofort debei

Am 4. Tag geht's auf große Fahrt
Nochmals gutes Frühstück, nichts gespart
Ein paar Fotos, Abschied dann
Frau Wirtin sagt: "Bis auf irgendwann"

Nürnberg steht jetzt auf dem Plan
Nach 3 Stunden kommen wir dort an
Eine alte Stadt, interessant und schön
Die sollte man sich mal genau ansehn

Doch Zeit war knapp, man ist geplagt
Christkindlmarkt war angesagt
Vor der Marienkirche man von weitem sieht
Stehn die Buden in Reih und Glied

Doch zuerst, wie es der Zufall will
Punkt Zwölf vom Turm das Glockenspiel
Doch dann geht's in die Massen mitten rein
Auf einem Weihnachtsmarkt muss Enge sein

Alles zu finden für den Weihnachtsbrauch
Auch das was füllt und wärmt den Bauch
Nürnberger Lebkuchen wohlbekannt
Auch Bratwurst nach der Stadt genannt

Wärmende Getränke, auch das muss sein
Glühwein aus Heidelbeeren schmeckt sehr fein
Man kann hier wirklich alles finden
Was von Weihnachtstradition tut künden

Christbaumschmuck, gebackene Herzen
Aus Wachs und Honig schöne Kerzen
Gebrannte Erdnüss gebrannte Mandeln
Auch mit Kräuter-Gutseln tut man handeln

Kleinstes Geschirr für die Puppenküch
Schöne Gestecke für den Weihnachtstisch
Bemalte Glaskugeln und viele Sachen
Die Weihnachten erst richtig romantisch machen

Über dem ganzen Markt liegt wie ein Tuch
Richtiger vorweihnachtlicher Geruch
Nur eines fehlt so weit ich seh
Zur Weihnachtsstimmung fehlt der Schnee

Ein schöner Abschluss, das ist klar
Dieser Christkindlmarkt wohl war
Um  14 Uhr ging's froh dann weiter
Die Sonne scheint vom Himmel heiter
Der Schluss der Fahrt war kein  Problem
Um 18 Uhr waren wir dann dehääm

Zusammenfassend stell ich jetzt fest
Es ist wirklich alles toll gewest
Und für alle die daheim geblieben
Habe ich die 4-Tages- Reis' aufgeschrieben

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